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Wie entsteht ein Hungerast?
Wie entsteht ein "Hungerast"?
Aus dem Leberglykogen wird das Blut ständig mit Glukose versorgt,
sodass es den Organen (Gehirn und Rückenmark, rote Blutkörperchen und
Nebennierenmark), die ihre Energie nur aus Glukose decken können, immer
ausreichend zur Verfügung steht. Der Blutzuckerspiegel wird - hormonell
gesteuert durch das Insulin - immer auf dem gleichen Niveau von 80 bis
120 mg/100 ml Blut gehalten. Sind durch das Training die
Muskelglykogenspeicher entleert, kann der Muskel seine Energie auch
noch aus dem Blutzucker decken. Der Blutzuckerspiegel sinkt dadurch.
Sehr unangenehme Symptome können die Folge dieser "Unterzuckerung"
sein: Kraftlosigkeit, Schweißausbruch, Schwindel, Übelkeit,
Schwarzwerden vor den Augen, Zittern. Diese Unterzuckerungssymptome
signalisieren Gefahr - für das Gehirn und das Nervensystem, die den
Blutzucker zur Deckung ihres Energiebedarfs brauchen. Der Zustand
bessert sich sofort, wenn man eine kleine Menge Kohlenhydrate isst: ein
Stück Schokolade, eine Scheibe Brot, ein paar Kekse. Vor allem
Anfängern (a.d.R. auch Fortgeschrittenen leider noch) unter Sportlern
passieren solche Zustände, da der Körper noch nicht trainiert ist,
rechtzeitig vor der Entleerung des Muskelglykogens auf die
Energieversorgung aus Fettreserven "umzuschalten".
Auch, wenn der Sportler seine Energie aus dem Fett gewinnt, wird dazu
eine geringe Menge an Kohlenhydraten benötigt - "Fette verbrennen im
Feuer der Kohlenhydrate". Wenn alle Glykogenreserven erschöpft sind,
geht also nichts mehr.
Bewegung wird auch oft als begleitende Maßnahme zur Gewichtsreduktion
eingesetzt. Man sollte daran denken, dass ein einziger vollständiger
Fastentag die Glykogenspeicher in der Leber fast vollständig entleert.
Das kann sich sehr negativ auswirken, wenn man eine Ausdauerleistung
erbringen will. Man sollte rechtzeitig vor dem Training eine
Kohlenhydratmahlzeit essen. Auch Sportler, die vor dem Wettkampf ihr
Wettkampfgewicht mit dem sie die besten Wettkampfleistungen erbringen
können und das normalerweise 1 bis 2 Kilogramm unter dem normalen
Körpergewicht liegt, anstreben, sollten das berücksichtigen. Auch über
Nacht werden die Glykogenspeicher der Leber aufgebraucht. Daher nicht
am Morgen mit nüchternem Magen mit dem Training beginnen, sondern
rechtzeitig aufstehen und vorher ein Frühstück essen - vielleicht ein
Müsli oder ein Vollkornbrot mit Topfenaufstrich und ein Glas Tee oder
einen verdünnten Obstsaft.
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